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Autor
Christoph Kappler

Inspiriert durch einen kürzlich erschienenen Artikel über die vermehrte Suche an Bananenbrot-Rezepten seit COVID-19, haben wir uns gefragt: Wonach googlet die Schweiz sonst noch? Und was würde sich besser anbieten, um dieser Frage auf den Grund zu gehen, als die Search Trends von Google.

Die Corona-Krise hat nicht nur Auswirkungen auf das alltägliche Leben, sondern auch auf unser Online-Suchverhalten: Komme ich noch an WC-Papier? Bringen Schutzmasken wirklich was? Und und und. Doch uns interessieren hier nicht die typischen Suchanfragen betreffend des Corona-Viruses, sondern der Vergleich von Suchanfragen von vor der Krise zu heute.

Schauen wir uns das Ganze also mal genauer an! Ein Thema, dass anfangs nur wenige auf dem Schirm hatten, sind Haare. Haare? Seit der Pandemie mussten unter anderem die Friseursalons geschlossen bleiben. Aber wer schneidet einem jetzt die Haare? Laut Google wurden Keywords “Haare schneiden” knapp 60% öfter gegooglet als noch vor der Pandemie.

Da gab es wohl den einen oder anderen Haar-Unfall beim ersten Do-it-Yourself Versuch. Was ein Glück, dass ich mir über meine Haare keine Gedanken machen muss, da meine Mutter mir schon seit Kind auf selbst die Haare schneidet.

Wohl der Langeweile geschuldet sind die nächsten Keywords, die einen starken Zuwachs in den Trends verzeichnen konnten,  “Zeichnen” & “Malen”. Hier kann man ebenfalls einen klaren Anstieg der Suchanfragen erkennen:

Wie kann man die krisenbedingte Zeit zu Hause besser nutzen als den hauseigenen Garten sommertauglich zu gestalten? Aber auch hier gestaltet sich der Blumenkauf tückisch, denn die Läden hatten bis vor Kurzem noch geschlossen. Gut zu erkennen an dem starken Anstieg der Schlüsselwörter “Setzlinge bestellen”. Dies ging so weit, dass zum Beispiel Landi seinen Webshop per Warteschlange limitieren musste. Mit einer skalierbaren E-Commerce Lösung wäre das natürlich nicht nötig gewesen.

Für viele kommt die Quarantäne wie gerufen, um eine Ausrede für den nicht-vorhandenen Sommer-Body zu haben. Aber die Langeweile sorgt dann doch dafür, dass vermehrt Personen nach “Homeworkout” suchten und die Zeit nicht ungenutzt lassen möchten. Viele Anbieter von Fitness-App nutzen diese Zeit und offerierten Ihre Services zum Teil kostenlos. Hierbei hofft man natürlich, dass auch nach der Quarantäne die Angewohnheiten bestehen bleiben.

Ein weiterer Zuwachs ist bei Vitaparcour zu erkennen. Diese “altmodische” Art sich körperlich zu betätigen ist wohl seit Corona wieder mehr als gefragt und die Vitaparcours in der Ganzen Schweiz werden förmlich überrannt. 

Fast zwei Monate lang wurden die Kinder von zu Hause aus unterrichtet. Plötzlich bekamen sie einen Einblick in ein völlig neues Leben ohne den Stress eines Stundenplans, Lerndruck und Mobbing. Und für manche Familien könnte es so weitergehen, wie die steigende Zahl der Anfragen des Verein Bildung zu Hause Schweiz zeigt. Aber ganz so einfach fiel die Umstellung für viele nicht. Auch hier Bedarf es Unterstützung von Seiten Google aus. Neben “Wie unterrichte ich mein Kind von zuhause am besten?” waren “Home Schooling” die am häufigsten gegoogelten Keywords zu dieser Thematik.

Um das Risiko einer Ansteckung so niedrig wie möglich zu halten, informierten sich viele über einen möglichen “Lieferservice” – sei es für Lebensmittel oder einfach nur für’s Abendessen. In meinem Fall war es wohl der Faulheit geschuldet einfach mal nicht einkaufen und kochen zu müssen. Jetzt zwei Monate nach Start der Pandemie bin ich jedoch heilfroh einfach mal wieder aus dem Haus und einkaufen zu gehen und ein bisschen Normalität ins Leben zurück zu bringen – und damit bin ich wohl nicht alleine.

Es gibt aber nicht nur steigende Such-Trends. Während manche Tätigkeiten an Interesse gewinnen, verlieren es andere. Sei es die Bundesliga, die Premiere League oder einfach ein Besuch im Kino. Na gut, das Interesse am Fussball wird wohl nicht verschwunden sein, aber durch die gezwungene Pause lässt sich hier der starke Rückgang an Suchanfragen schnell und einfach erkennen.


Durch die gegebene Situation verändert sich also nicht nur unser Alltag, sondern auch unser Suchverhalten. Für uns bei der mindnow als Digitalagentur sind solche Veränderungen zentral. Wir reagieren auf die neuesten Trends, um ständig am Ball zu bleiben. Deshalb setzen wir auf eine breite Palette an verschiedenen Tools. Ob Social Listening, Web-Data-Crawlers oder wie in diesem Blog, Google Trends. Wir wissen mit welchen Tools man an welche Daten kommt!

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Christoph Kappler